Ein Ballettabend von streng klassisch bis modern: „Junge Talente des Wiener Staatsballetts“

Regelmäßige Leser meines Blogs wissen ja, dass ich ein Fan des Wiener Staatsballetts bin (v.a. seit der Leitung von Manuel Legris). Und wieder einmal hat ein Ballettabend nicht enttäuscht: Unter dem Titel „Junge Talente“ präsentieren junge Tänzerinnen und Tänzer ihr Können auf der Bühne der Volksoper. Und das ist zum Teil sehr beachtlich.

Bereits im letzten Jahr gab es so eine Vorstellungsreihe, um dem Balletnachwuchs die Möglichkeit zu geben, vor großem Publikum aufzutreten. Das Niveau ist, dem Alter und der Ausbildung entsprechend, nicht ganz einheitlich, aber sehr hoch. Und für die manchmal spürbare Nervosität zeigen alle Verständnis, ist der Sinn solcher Abende ja auch, mit der Bühnensituation vertraut zu werden.

Ballettabend Volksoper

Vor jedem der völlig unterschiedlichen Stücke werden über dem Vorhang Probeszenen eingeblendet und damit die jeweils nächsten „jungen Talente“ vorgestellt.

Ballettabend Volksoper

Ballettabend Volksoper

Ballettabend Volksoper

Die Choreographien reichen von klassischen Stücken wie „Le Corsaire“ (Marius Petipa) bis zu zeitgenössischem Tanz wie einer Neufassung von „Creatures (Patrick de Bana), dazwischen Maurice Béjart, George Balanchine, John Neumaier uvm..

Einige Nummern möchte ich extra herausstreichen:
– AREPO (Maurice Béjart), ein Pas de Deux und Solo, bei dessen Uraufführung 1986 Manuel Legris tanzte.
– Double Date (Trevor Hayden), war schon (2014?) zu sehen, ist aber wirklich lustig anzuschauen, denn die Akteure werden von oben gefilmt und tanzen nicht nur mit den Füßen, sondern auch die Hände haben ihre eigene Choreographie.
– Creatures (Patrick de Bana), mit der außergewöhnlichen Nikisha Fogo.
– La fille mal gardée (Joseph Lazzini) ist klassisches Ballett inkl. Kostüme, „wie es sein soll“.
– Les Bourgeois (Ben van Cauwenbergh), inzwischen ein Klassiker bei Wettbewerben und Galas. Hier muss der Tänzer nicht nur technisch und artistisch perfekt sein, sondern auch komödiantisches Talent mitbringen.
– Proust ou Les intermittences du coeur (Roland Petit), einfach schön anzuschauen.

Fazit: Ein sehr abwechslungsreicher Abend, der schon neugierig macht, wer von den Talenten dann den Durchbruch schaffen wird.

Einen Termin gibt es in dieser Vorstellungsreihe noch: Mittwoch, 10.02.2016

Empfehlung: 3*

http://www.volksoper.at/Content.Node2/home/spielplan/spielplan_detail.php?event_id=964046724&produktion_id=961546479

Ein Gedanke zu “Ein Ballettabend von streng klassisch bis modern: „Junge Talente des Wiener Staatsballetts“

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