Wie blöd kann man eigentlich sein? Ein paar Gedanken zu den Ausschreitungen der holländischen Hooligans in Rom

Als ich die ersten Bilder sah, war ich wirklich schockiert. Jetzt erwarte ich ja gar nicht, dass alle Rombesucher von der Kultur begeistert sind und sie schätzen können und wollen. Aber wer, bitte, kommt auf die Idee, einfach hinzufahren, gar nicht zum Fußballspiel zu gehen und sich stattdessen in der Stadt auszutoben und Kunstwerke zu zerstören? Ich verstehe nicht, was in diesen Köpfen vorgeht.

Barcaccia-Brunnen und Hooligans  Barcaccia-Brunnen

Besonders schlimm hat des den Barcaccia-Brunnen bei der Spanischen Treppe getroffen. Dieser Brunnen in Form eines Bootes wurde in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts von Pietro Bernini geschaffen und nach einjähriger Renovierung vor wenigen Monaten der Öffentlichkeit präsentiert.

Barcaccia-Brunnen  Barcaccia-Brunnen und Spanische Treppe

Die Niederlande haben sich bereits bei der Stadt Rom entschuldigt und Unterstützung bei der Beseitigung der Schäden angeboten …

Barcaccia -Brunnen, Restaurator  Barcaccioa-Brunnen, Restauratot

http://video.repubblica.it/edizione/roma/roma-guerriglia-dei-tifosi-olandesi-in-piazza-di-spagna/192644/191606

http://tv.ilfattoquotidiano.it/2015/02/19/roma-feyenoord-scontri-polizia-tifosi-olandesi-a-piazza-spagna/341765/

http://roma.repubblica.it/cronaca/2015/02/22/news/donazioni_dallolanda_per_riparare_la_barcaccia-107885970/

 

Ein Gedanke zu “Wie blöd kann man eigentlich sein? Ein paar Gedanken zu den Ausschreitungen der holländischen Hooligans in Rom

  1. „O wie fühl ich in Rom mich so froh, gedenk ich der Zeiten,
    Da mich ein graulicher Tag hinten im Norden umfing,
    Trübe der Himmel und schwer auf meine Scheitel sich senkte,
    Farb- und gestaltlos die Welt um den Ermatteten lag,
    Und ich über mein Ich, des unbefriedigten Geistes
    Düstre Wege zu spähn, still in Betrachtung versank.
    Nun umleuchtet der Glanz des helleren Äthers die Stirne.
    Phöbus rufet, der Gott, Formen und Farben hervor.
    Sternhell glänzet die Nacht, sie klingt von weichen Gesängen,
    Und mir leuchtet der Mond heller als nordischer Tag.
    Welche Seligkeit ward mir Sterblichem! Träum ich? Empfänget
    Dein ambrosisches Haus, Jupiter Vater, den Gast?
    Ach, hier lieg ich und strecke nach deinen Knieen die Hände
    Flehend aus. O vernimm, Jupiter Xenius, mich!
    Wie ich hereingekommen, ich kanns nicht sagen: es faßte
    Hebe den Wandrer und zog mich in die Hallen heran.
    Hast du ihr einen Heroen herauf zu führen geboten?
    Irrte die Schöne? Vergib! Laß mir des Irrtums Gewinn!
    Deine Tochter Fortuna, sie auch! die herrlichsten Gaben
    Teilt als ein Mädchen sie aus, wie es die Laune gebeut.
    Bist du der wirtliche Gott? O dann so verstoße den Gastfreund
    Nicht von deinem Olymp wieder zur Erde hinab!
    »Dichter! Wohin versteigest du dich?« – Vergib mir: der hohe
    Kapitolinische Berg ist dir ein zweiter Olymp.
    Dulde mich, Jupiter, hier, und Hermes führe mich später
    Cestius Mal vorbei, leise zum Orkus hinab…“

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