Italienische Reise #8: Zum 7. Dezember – Sant’Ambrogio, der Schutzheilige von Mailand

Am heutigen 7. Dezember wird der Heilige Ambrosius, Bischof von Mailand, geehrt. Er ist der Schutzheilige der lombardischen Metropole, aber auch von Bologna und einer ganzen Reihe von Berufen wie zum Beispiel der Imker, der Wachszieher und der Lebkuchenbäcker.

Bei uns ist Ambrosius vor allem als einer der vier Kirchenväter bekannt, neben Hieronymus, Augustinus und Gregorius.

Ambrosius als einer der vier Kirchenväter an der Kanzel im Wiener Stephansdom

In Mailand wird er jedoch groß zelebriert, der Tag ist ein Feiertag und da es sich so gut mit dem 8. Dezember als weiteren freien Tag trifft,  ist die halbe Stadt zu dieser Zeit auf Urlaub (Ponte di Sant’Ambrogio e dell’Immacolata).

Die Kirche Sant’Ambrogio in Mailand

DAS kulturelle Großereignis ist dann jedes Jahr die Saisoneröffnung der Mailänder Scala, am Abend des 7. Dezembers. Heuer steht „Andrea Chénier“ von Umberto Giordano auf dem Programm, dirigieren wird Riccardo Chailly, singen werden Anna Netrebko und Yusif Eyvazov.

Die Auslage der Konditorei Cova in der Via Montenapoleone

Die Auslagen im Quadrilatero d’Oro, dem teuren Modeviertel Mailands, stimmen ebenfalls auf diese Premiere ein.

Die Auslage von Dolce & Gabbana

Dolce & Gabbana

https://de.wikipedia.org/wiki/Ambrosius_von_Mailand

http://www.teatroallascala.org/en/index.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Sant%E2%80%99Ambrogio_(Mailand)

Meine ganz persönlichen Kultur-Highlights des Jahres 2016

Viel hat sich getan im gerade noch alten Jahr, über einiges habe ich auch berichtet. Hier noch eine kleine Zusammenfassung meiner ganz persönlichen Highlights des Kulturjahres 2016 (nicht über alle erschien auch ein Beitrag im Blog):

1          Platz 1 nimmt mein Besuch in der Mailänder Scala ein, den ich einem Freund zu verdanken habe. Das perfekte Stück für eine Wienerin in Italien, „Der Rosenkavalier“ unter Zubin Mehta (Regie Harry Kupfer), mit Sitz in der Königsloge und anschließender Feier mit einem Teil des Ensembles.

Highlight 2016

"Der Rosenkavalier"

„Der Rosenkavalier“

 

         Jardin Majorelles und Anima in/bei Marrakesch: Zwei Gärten, ganz verschieden in ihrer Ausrichtung, beide mit wuchernden Pflanzen und knalligen Farben.

Jardin Majorelles von Yves Saint Laurent und Pierre Bergé

Jardin Majorelles von Yves Saint Laurent und Pierre Bergé

Im Garten Anima von André Heller

Im Garten Anima von André Heller

 

3          Die Wiederentdeckung Berlins (aus privaten Gründen) mit einer Unzahl an Ausstellungen, Museen, Theatern, Konzerten….

Highlight 2016

 

         Immer wieder: Das Staatsballett unter Manuel Legris, wunderschöne Abende in der Staats- und Volksoper.

Highlight 2016

 

5          Die Aufführung von Beethovens 3. Symphonie „Eroica“ im Eroica-Saal durch die Wiener Akademie: Originalklang-Ensemble am Originalplatz der Uraufführung – was will man mehr?

Die Wiener Akademie

Die Wiener Akademie

Decke im Eroica-Saal

Decke im Eroica-Saal

 

6          Markus Meyer: Der Burgschauspieler konnte in ganz unterschiedlichen Rollen und mit vollem Körpereinsatz überzeugen: in „Coriolan“, „Der eingebildete Kranke“, „Der Diener zweier Herren“, „Ludwig II.“…

©Reinhard Werner

©Reinhard Werner

 

7          „Floating Piers“ von Christo am Lago d‘Iseo– ein Riesenauflauf, aber sehens- und erlebenswert.

Christos "Floating Piers"

Christos „Floating Piers“

 

8          Fondazione Prada in Mailand: weil spannende Kunst in toller Architektur.

Fondazione Prada

Fondazione Prada

 

9          Olafur Eliasson im Winterpalais: „Ein Zauberer mit Licht und Material“ hab ich’s genannt.

Olafur Eliasson im Winterpalais

Olafur Eliasson im Winterpalais

 

10          Eine Aufführung von „Don Giovanni“ in Bratislava: gute Inszenierung, gute Sänger, gute Preise, schnell von Wien aus zu erreichen – einmal etwas anderes.

"Don Gioavanni"

„Don Gioavanni“

Die Oper in Bratislava

Die Oper in Bratislava

Mit diesem Rückblick wünsche ich allen ein wunderbares, friedliches, erfolgreiches, gesundes Jahr 2017 – mit ganz vielen weiteren Kulturhighlights!

Italienische Reise #7: Fondazione Prada, Mailand

Vor nicht ganz einem Jahr hat Mailands neue Kunst-Location eröffnet – die Fondazione Prada. Schön, dass ich vor kurzem die Gelegenheit hatte, den Vergleich mit der Fondation Louis Vuitton in Paris anzustellen.

Die ehemalige Schnapsbrennerei hat einen goldenen Turm bekommen (Foto: Bas Princen 2015 Courtesy Fondazione Prada)

Die ehemalige Schnapsbrennerei hat einen goldenen Turm bekommen (Foto: Bas Princen 2015 Courtesy Fondazione Prada)

Gold vor strahlend baluem Himmel

Gold vor strahlend blauem Himmel

Die Fondazione Prada liegt in keinem eleganten Stadtteil Mailands, sondern in der Nähe der Bahn im Süden, umgeben von Industriebrachen und Autowerkstätten. Umso auffälliger erhebt sich plötzlich ein goldener Turm (24 Karat vergoldet) aus dem unspektakulären Viertel. Der Niederländer Rem Koolhaas, schon seit vielen Jahren kongenialer Architektur-Partner von Prada (z.B. Prada Store in Manhattan von 2001), schuf auf dem Gelände einer ehemaligen Destillerie den adäquaten Rahmen für die Prada-Kunstsammlung und weitere Projekte und Veranstaltungen.

Fondazione Prada

goldenes Fassadendetail

goldenes Fassadendetail (Regenrinne)

Mit eleganten, aber kräftigen Akzenten wurden die alten Hallen renoviert und umgebaut, um sie für ihre neue Funktion tauglich zu machen. Dazu einige Neubauten, die sich einfügen, als wären sie immer schon dort gewesen. So ergibt das ein wirklich spannendes Kunstensemble: Ausstellungsräume, Freiräume, Bibliothek, Kino, Kinderakademie, ein noch in Bau befindlicher Turm für die Sammlung …

Fassadendetail

Fassadendetail

Fassadendetail

Fassadendetail

Besonders schön sind die unterschiedlichen Materialien, die immer neue Spiegelungen und Ansichten ermöglichen. Dementsprechend wird auch fleißig fotografiert, denn die Szenerie lädt zu Selfies und Porträts geradezu ein.

Fondazione Prada

Fondazione Prada

Fondazione Prada

Fondazione Prada

Und natürlich darf die Kunst selbst nicht vergessen werden. Bei meinem Besuch war es die große Ausstellung der polnischen Künstlerin Goshka Macuga „To the Son of Man Who Ate the Scroll“, die an drei Orten stattfindet: in der „Podium“ genannten, rundum verglasten Halle, in der ehemaligen Zisterne und in der Südgalerie.

Goshka Macuga „To the Son of Man Who Ate the Scroll“

Goshka Macuga „To the Son of Man Who Ate the Scroll“

Goshka Macuga „To the Son of Man Who Ate the Scroll“

Goshka Macuga „To the Son of Man Who Ate the Scroll“

Ein Besuch im Café sollte auch ein Fixpunkt sein, ist doch die „Bar Luce“ von Regisseur Wes Anderson (u.a „The Grand Budapest Hotel“) gestaltet. Er zitiert Fassaden- und Deckenelemente der Galleria Vittorio Emanuele und – recht konträr – Filme des italienischen Neorealismo wie Miracolo a Milano (Das Wunder von Mailand, 1951, Vittorio De Sica) und Rocco e i suoi fratelli (Rocco und seine Brüder, 1960, Luchino Visconti). Und die Mischung funktioniert!

in der "Bar Luce"

in der „Bar Luce“

"Bar Luce"

„Bar Luce“

Jukebox mit italienischen Oldies

Jukebox mit italienischen Oldies

Fazit: Während die Pariser Fondation Louis Vuitton von Frank O. Gehry eindeutig die offensichtlich spektakulärere Architektur bietet, überzeugt Koolhaas mit dezenter Zurückhaltung und einem gelungenen Raumkonzept der Innen- und Außengestaltung.

Fondazione Prada

http://www.fondazioneprada.org/

http://www.fondazioneprada.org/visit/visit-milano/

http://www.tagesspiegel.de/kultur/fondazione-prada-eroeffnet-in-mailand-im-wunderkammerland/11799008.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Rem_Koolhaas

http://oma.eu/

https://de.wikipedia.org/wiki/Wes_Anderson

Italienische Reise #6: Ein Kleinod in Mailand – die Villa Necchi

Etwas versteckt in einer Seitengasse nahe des Corso Venezia in Mailand liegt die wunderschöne Villa Necchi – ein Kleinod aus den 30er-Jahren. Erbaut im Auftrag der Industriellenfamilie Necchi Campiglio vom Architekten Piero Portaluppi ist sie heute in großen Teilen original erhalten.

Villa Necchi, Hauptfassade

Villa Necchi, Hauptfassade

Die Villa wird vom FAI – Fondo Ambiente Italiano verwaltet (und gehört ihm auch), ein Besuch ist leider nur im Rahmen einer Führung möglich. Dabei hört man allerdings auch einiges über die Geschichte der Familie und ihre Mitglieder, über die Kunstsammlung und welche Veränderungen im Laufe der Jahre vorgenommen wurden.

Villa Necchi, Haupteingang

Villa Necchi, Haupteingang

Villa Necchi, Haupteingang

Villa Necchi, Haupteingang

Villa Necchi, Wintergarten

Villa Necchi, Wintergarten

Mich begeistern die Perfektion in den Details an allen Ecken und Enden und die technischen Neuerungen, mit denen das Haus in der ersten Hälfte der 30er-Jahre auf dem neuesten Stand der Zeit ausgestattet wurde.

Villa Necchi, Badezimmerdetails ud Marmorboden

Villa Necchi, Badezimmerdetails und Marmorboden

Villa Necchi, Marmor-WC

Villa Necchi, Marmor-WC

In den Garderoben kann man einen sehr privaten Blick in das Leben der beiden Bewohnerinnen werfen, hier sind die Kleider, Schuhe, Taschen, Pelze etc. noch so aufbewahrt, als würden ihre Besitzerinnen jeden Moment wieder kommen.

Villa Necchi, Garderobe

Villa Necchi, Garderobe

Villa Necchi, Tücher und Handschuhe in der garderobe

Villa Necchi, Tücher und Handschuhe in der Garderobe

Dass die Villa mitten in der Großstadt von einem verwunschenen Garten mit Pool umgeben ist, in den man durch ein ebenfalls bis ins letzte Detail modernes Pförtnerhäuschen tritt, paßt zur Gesamtstimmung.

Villa Necchi, Garten mit Pool und Laubengang

Villa Necchi, Garten mit Pool und Laubengang

Diese Stimmung hat auch Regisseur Luca Guadagnino und seine Hauptdarstellerin Tilda Swinton so bezaubert, dass sie den Film „I Am Love“ (Original „Io sono l‘amore“) in der Villa Necchi spielen ließen.

In den Garten ist der Eintritt frei, einem Espresso oder Aperitivo steht nichts im Wege. Für die Villa inkl. Führung (italienisch oder englisch) ist Eintritt zu bezahlen.

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 10:00-18:00 Uhr.

Empfehlung: 4*

http://www.visitfai.it/villanecchi/dimora

https://de.wikipedia.org/wiki/Villa_Necchi_Campiglio

https://en.wikipedia.org/wiki/Piero_Portaluppi

http://www.fondoambiente.it/

https://de.wikipedia.org/wiki/I_Am_Love

 

Italienische Reise #5: Crespi d’Adda: Ein Geheimtipp in der Lombardei

Ungefähr auf halbem Weg zwischen Mailand und Bergamo stößt man auf ein Kleinod der Industriearchitektur und auf eine frühe „ideale“ Werkssiedlung für die Arbeiter: Crespi d’Adda, seit 1995 Weltkulturerbe der UNESCO.

Crespi d'Adda  Crespi d'Adda

Die Unternehmerfamilie Crespi gründete 1878 am Ufer des Flusses Adda eine Textilfabrik und begann den Ort nach den damaligen Idealvorstellungen für sich und die Mitarbeiter anzulegen: Neben den Fabriksgebäuden entstanden das Eigentümerschloß, Arbeiterhäuser mit kleinen Gärten, aufwendigere Häuser für die leitenden Angestellten, eine Kirche, Sozialräume, ein Waschhaus, Schule, Kindergarten und schließlich, etwas abgelegen, ein Friedhof. Somit schien das ganze Leben mit der Fabrik verbunden und der Unternehmer stellte die Infrastruktur sowohl für die Arbeit als auch für das Privatleben und die Freizeit zur Verfügung.

Crespi d'Adda  Crespi d'Adda

Obwohl Ende der 20er-Jahre der wirtschaftliche Niedergang einsetzte und die Fabrik schließlich 2003 endgültig gesperrt wurde, ist die gesamte Anlage bis heute nahezu unverändert erhalten. Ein Spaziergang durch den Ort lohnt sich auf jeden Fall, die Häuser sind nach wie vor bewohnt und in den letzten Jahren wurde mit der Renovierung der Fabrik und anderer Einrichtungen begonnen.

Crespi d'Adda  Crespi d'Adda

Abgesehen von den schönen Industriegebäuden aus dem 19. Jahrhundert fasziniert die Anlage einer Idealstadt oder, wie die UNESCO formulierte: „Ein außergewöhnliches Beispiel des Phänomens Arbeiterstadt, als vollständigstes und am besten erhaltenes in Südeuropa“.

Crespi d'Adda  Crespi d'Adda

 

Tipps:

  • Bester Aussichtspunkt über die Gesamtanlage: hinter der Kirche am Hügel gibt es ein Aussichtsbrücke mit Erklärungen
  • Wie kommt man hin? Autobahn Mailand – Bergamo, Ausfahrt Capriate, ab hier ist der Weg ausgeschildert.

Crespi d'Adda  Crespi d'Adda

Empfehlung: 4*

http://www.villaggiocrespi.it/

Italienische Reise #4: The amazing maze oder Das erstaunliche Labyrinth von Parma

In der Nähe von Parma, in Fontanella, entsteht einer der erstaunlichsten Gärten unserer Zeit: Das Labyrinth von Franco Maria Ricci.

franco-maria-ricci-labyrinth  Labyrinth von Franco Maria Ricci

Ricci ist Gründer des Verlagshauses Ricci und der Kunstzeitschrift FMR, hat sich jedoch schon vor einigen Jahren aus dem Geschäft zurückgezogen. Seine Zeit widmet er den Planungen eines riesigen Labyrinths, das auf 7 Hektar Land und mit verschiedenen Arten von Bambus gepflanzt wurde.

labyrinth-ricci   franco-maria-ricci-labyrinth-designboom

In seinem Zentrum wird es die Gebäude von Riccis Kultur-Stiftung beherbergen, die sich in erster Linie der Typographie, dem Design und einer umfangreichen Bibliothek und Kunstsammlung widmet.

Publiziert hat Ricci das Thema Labyrinth in seinem Buch „Labyrinths: The Art of the Maze“ (New York 2013); ein (fotografischer) Streifzug durch die Schönheit und die Geheimnisse der Labyrinthe „throughout the ages“.

Franco Maria Ricci: Labyrinths: The Art of the Maze

Franco Maria Ricci: Labyrinths: The Art of the Maze

Die Eröffnung ist für Mai 2015 angekündigt!

 

http://www.labirintodifrancomariaricci.it/

http://www.riccieditore.it/online/The%20Maze.aspx?idArea=443&lang=ENG

http://www.designboom.com/design/bamboo-labyrinth-by-franco-maria-ricci-in-fontanellato-near-parma-02-05-2014/

http://de.wikipedia.org/wiki/Franco_Maria_Ricci

Italienische Reise #3: Bunte Kanaldeckel in Mailands Luxusstraße

Seit 24. Jänner kommt es in der Mailänder Via Napoleone immer wieder zu Fußgängerstaus – Grund dafür sind nicht nur die Auslagen, sondern die 24 Kanaldeckel, die von italienischen Modedesignern gestaltet wurden.

Missoni + Einladung zur Show

Missoni + Einladung zur Show

Die Idee ist nicht ganz neu, 2011 wurde hier bereits eine Openair-Ausstellung auf den Kanaldeckeln geboten. Da heuer die EXPO ansteht, bleiben die Gehsteige bis Jänner 2016 ein Freiluftmuseum.

Via Montenapoleone, Dsquared2  Via Montenapoleone, ETRO

Via Montenapoleone, Justcavalli  Via Montenapoleone, E. Zegna

Via Montenapoleone, Istituto Marangoni  Via Montenapoleone, E. Pucci

Via Montenapoleone, Iceberg  Via Montenapoleone, S. Ferragamo

Via Montenapoleone B. Cucinelli  Via Montenapoleone B. Cucinelli

Teilnehmende Firmen: Giorgio Armani, Just Cavalli, Etro, Missoni, Larusmiani, Laura Biagiotti, Costume National, Moschino, 10 Corso Como, Prada, Trussardi, DSquared2, Versace, Iceberg, Brunello Cucinelli, Hogan, Alberta Ferretti, Valentino, Salvatore Ferragamo, Emilio Pucci, Giuseppe Zanotti Design, Ermenegildo Zegna sowie 2 Studenten der Modeschule Istituto Marangoni.

https://www.comune.milano.it/portale/wps/portal/CDM?WCM_GLOBAL_CONTEXT=/wps/wcm/connect/ContentLibrary/giornale/giornale/tutte+le+notizie+new/politiche+per+il+lavoro+sviluppo+economico+universita+e+ricerca/tombini_art_v_montenapoleone

http://milano.mentelocale.it/63358-milano-tombini-art-moda-si-calpesta-quadrilatero-foto/

Italienische Reise #2: San Maurizio al Monastero Maggiore in Mailand

Bei Fresko und Mailand denkt man in erster Linie an Leonardo da Vincis Letztes Abendmahl im Refektorium von Santa Maria delle Grazie.

 

Doch in der Kirche San Maurizio befindet sich ein außergewöhnlicher Freskenzyklus aus dem 16. Jahrhundert. Hinter der eher unspektakulären Fassade findet sich ein komplett ausgemalter Kirchenraum und hinter dem Altar ein etwas größerer Raum, der sog. Nonnenaal (von dem aus die Nonnen der Messe beiwohnen konnten), er ebenfalls rund um eine Art Chorgestühl reich freskiert ist. Mehrere Maler waren an der Ausstattung beteiligt, vorrangig Bernardino Luino und sein Sohn Aurelio sowie Paolo Lomazzo.

Arche Noah

Arche Noah

Arche Noah

Arche Noah

Der Eintritt ist gratis (Spende) – unbedingt genügend Zeit einplanen, die Fresken sind sehr detailreich!

Die Stifterin Ippolita Sforza in höfischer Kleidung aus der Mitte des 16. Jahrhunderts Hl. Agnes, Hl. Scholastika und Hl. Katherina v. Alexandrien

Die Stifterin Ippolita Sforza in höfischer Kleidung aus der Mitte des 16. Jahrhunderts
Hl. Agnes, Hl. Scholastika und Hl. Katherina v. Alexandrien

Groteskenmalerei

Groteskenmalerei

Blick zum Altar

Blick zum Altar

S. Caterina (SanMaurizio, Mailand)

S. Caterina (SanMaurizio, Mailand)

 

Empfehlung: 4*

 

http://www.turismo.milano.it/wps/portal/!ut/p/c0/04_SB8K8xLLM9MSSzPy8xBz9CP0os3hzS0O_QGcLEwMLFzcjA08LAz8TH2cnAwMDI_3g1Dz9gmxHRQCFp8TT/?WCM_GLOBAL_CONTEXT=/en/situr/home/artecultura/architettura/loc542

Italienische Reise #1: Sant’Eufemia und Santa Maria delle Grazie in Grado

Auch wenn ich schon sicher 10 Mal drinnen war: Die Basilica Sant’Eufemia in Grado ist immer wieder einen Besuch wert. Das dreischiffige Innere, der Ambo mit den Symbolen der 4 Evangelisten ebenso wie das Fresko in der Apsis (Christus in der Mandorla) – beeindruckend bis in die Details.

Nicht weit davon liegt die älteste Kirche Grados, Santa Maria delle Grazie. Die Ruhe, die von der schnörkellosen Architektur der frühchristlichen Kirche ausgeht, macht sie für mich zu einem der schönsten Orte der Stille.

Empfehlung: 4*

 

Basilica Sant'Eufemia Grado

Basilica Sant’Eufemia Grado

Santa Maria delle Grazie, Grado

Santa Maria delle Grazie, Grado