Unmoralisch ja – trotzdem genial: Der Kunstfälscher Beltracchi

Eigentlich müsste man empört sein, denn Kunst zu fälschen ist ja eine strafbare Handlung. Und doch: Bei mir herrschen Bewunderung und auch ein bisschen Schadenfreude vor. Bewunderung für den genialen Kunstfälscher Wolfgang Beltracchi, der die Kunstwelt an der Nase herumführt, und Schadenfreude über eben jene Kunstwelt, die einen total überhitzten Kunstmarkt produziert und Heere an Experten beschäftigt, die dann natürlich etwas belämmert dastehen.

Wolfgang Beltracchi

Auch die kriminelle Energie, mit der die Kunst auf den Markt gebracht wurde, nötigt mir (sorry) Respekt ab. Unterstützung dabei hatte er von seiner kongenialen Partnerin Helene.

Wolfgang und Helene  Beltracchi

Aktuell wurde die Sache vor ein paar Tagen, als Beltracchi kryptisch erklärte, „kürzlich eines seiner Werke in der Albertina“ gesehen zu haben. Seitdem tappen Direktor Schröder und die Kuratoren im Dunkeln, welches Werk gemeint sein könnte. Denn beim Prozess, bei dem Beltracchi zu 6 Jahren verurteilt wurde, war nur von einem Bruchteil seines „Gesamtwerkes“ die Rede – wo die anderen Fälschungen geblieben sind, in welchen Sammlungen sie hängen, ist die große Frage.

Was da noch im Laufe der Zeit aufgedeckt werden wird – ich bin echt gespannt!

http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Beltracchi

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