“Masterpieces of the J. Paul Getty Museum” frei zum download

Eine ganze Reihe an Publikationen des Getty Museums in Los Angeles ist bereits gratis online abrufbar. In der Virtual Library kann man stöbern und nach diversen Kriterien filtern, online lesen oder runterladen – und bei einigen Büchern ist das in mehreren Sprachen möglich.

Illuminating the Renaissance  Masterpieces of the J. Paul Getty Museum, Illuminated Manuscripts

Z.B. Masterpieces of the J. Paul Getty Museum, Illuminated Manuscripts steht außer in Englisch auch in Französisch, Deutsch, Italienisch, Japanisch und Spanisch zur Verfügung.

Das J. Paul Getty Museum (Architekt Richard Meier) in LA

Das J. Paul Getty Museum (Architekt Richard Meier) in LA

http://www.getty.edu/publications/virtuallibrary/index.html

Der digitale Kulturstadtplan der Stadt Wien

Wer sich für Stadtgeschichte, Kunstsammlungen oder Architektur in Wien interessiert, sollte diese Seite einspeichern:

http://www.wien.gv.at/kultur/kulturgut/index.html

Die Stadt Wien stellt hier eine Menge an Informationen zur Verfügung.

Peter Kogler, Siebdruck, 1993, MUSA

Peter Kogler, Siebdruck, 1993, MUSA

• Architektur: Gebäudedaten, Baujahr, Architekt, Quellenangaben …
• Historische Stadtpläne: mit Erklärungen zu den einzelnen Perioden, eine Karte zu den Kriegsschäden, Karten vor 1850 als Bilddateien – hier könnte ich stundenlang herumsuchen (ich bin ein Kartenfreak).
• Kunstsammlung MUSA: die Sammlung zeitgenössischer Kunst der Stadt, abrufbar nach verschiedenen Kriterien.
• Kunstwerke im öffentlichen Raum: Denkmäler, Profanplastiken, sakrale Kleindenkmäler, Gedenktafeln, Grabmäler, Kunst am Bau – schnelle Antwort auf die Frage „Welches Denkmal soll das sein?“
• Stadtarchäologie: Fundstellen, antike Siedlungsgebiete und Straßenzüge.
• Stadtgeschichte: Der Titel ist etwas irreführend, denn bis jetzt sind nur sehr kleine Themen daraus aufgearbeitet und in den Stadtplan eingefügt (ehemalige Synagogen, mittelalterliche Burgen und Schlösser sowie historische Wasserleitungen), doch wird an einer Ergänzung laufend gearbeitet.

Joseph Daniel von Huber, Perspektivdarstellung von Wien und den Vorstädten bis zum Linienwall 1769-1773 (1778)

Joseph Daniel von Huber, Perspektivdarstellung von Wien und den Vorstädten bis zum Linienwall 1769-1773 (1778)

Alles in allem ein ausgezeichnetes Instrument, um mehr über die Stadt und ihre Kultur zu erfahren.

http://www.wien.gv.at/kultur/kulturgut/index.html

Rätsel: Welche Tiere sollen das sein?

Es ist tatsächlich nicht so einfach herauszufinden, welche Tiere in den mittelalterlichen Bestiarien abgebildet wurden! Mit viel Phantasie kam ich auf 16 richtige Antworten … Viel Spaß beim Raten!

http://www.medievalists.net/2015/01/31/can-guess-animal/

Mittelalterliches Tier

„Schlaflos – Das Bett in Geschichte und Gegenwartskunst“ – eine Ausstellung im 21er Haus

Die Donnerstag eröffnete Ausstellung „Schlaflos – Das Bett in Geschichte und Gegenwartskunst“ rückt ein Möbelstück in den Mittelpunkt, in dem sich im Laufe unseres Lebens tatsächlich besonders viel abspielt: das Bett.

Der große mittlere Saal ist mit diversen Bettvariationen und -installationen bestückt

Der große mittlere Saal ist mit diversen Bettvariationen und -installationen bestückt

Teilweise ist die Schau thematisch gegliedert und so Schwerpunkten wie „Geburt“, „Liebe“, „Sterben“, „Einsamkeit“, „Gewalt“, „Krankheit“ gewidmet, und wenn man dem Kurator Mario Codagnato glauben kann, ist das Bett auch der am häufigsten abgebildete Gegenstand in der Kunstgeschichte. Auf jeden Fall konnte er aus dem Vollen schöpfen; der Bogen spannt sich von mittelalterlichen Mariendarstellungen über Klimt bis zu Damian Hirst und Kate Moss, die vom Plakat lächelt.

1_juergen-teller--young-pink-kate--london-1991.-_presse.jpeg  Schlaflos

 

Schlaflos  Damina Hirst

Schlaflos  9_30_klimt_presse.jpeg

Die Idee, das Bett zum Thema einer Ausstellung und eigentlich zur einzigen Gemeinsamkeit der völlig unterschiedlichen Kunstwerke zu machen, hat schon etwas. Und so kommt auch jeder auf seine Rechnung: alte Kunst, neue Kunst, Stiche, Ölbilder, Objektkunst, Filme, Aktionismus, sogar etwas pornographische Kunst ist dabei. Für ein schnelles Vorbeischauen sind die Werke zu schade, man sollte genügend Zeit für einen Besuch einplanen. Und dem von Karl Schwanzer ursprünglich für die Expo 1958 in Brüssel entworfenen Gebäude wieder einmal einen Besuch abstatten.

Gratis Sekt und Wein - das Gerangel ist größer als in der Ausstellung!

Gratis Sekt und Wein – das Gerangel ist größer als in der Ausstellung!

 

Schlaflos

 

21er Haus: Karl Schwanzer / Adolf Krischanitz

21er Haus: Karl Schwanzer / Adolf Krischanitz u. Gerhard Moßburger

Geöffnet bis 07.06.2015

Empfehlung: 3*

http://www.21erhaus.at/de/ausstellungen/aktuelle-ausstellungen/schlaflos—das-bett-in-geschichte-und-gegenwartskunst-e181951

Ein Überblick über die großen Kunst-Ausstellungen in Italien 2015

Wer seinen Italienurlaub im Jahr 2015 gerne mit einem Ausstellungsbesuch verbinden möchte, bekommt hier vielleicht einige Anregungen. Zum großen Thema „EXPO 2015 Milan. Feeding the planet, energy for life“ kommt ein eigener Beitrag vor der Eröffnung im Mai. Italien unternimmt ja in diesem Jahr eine ziemliche Kraftanstrengung, um rund um die Expo ein interessantes Programm, v.a. in der Lombardei, zusammenzustellen.

Vieni in Italia

Bei der Recherche bemerkte ich, dass es – v.a. in Mailand – furchtbar schlechte und unübersichtliche Internetseiten gibt! Ein Sauhaufen ist z.B. die Seite des Mailander Tourismusverbands und es gibt keine vernünftige Zusammenstellung des Palazzo Reale. Vorbildlich dagegen die Triennale!

Leonardo 1452 – 1519
Anläßlich der Expo wird in Mailand die größte Ausstellung über Leonardo da Vinci zu sehen sein, die es in Italien je gab. Wertvolle Leihgaben, wie z. B. aus dem Louvre (Johannes d. Täufer, La Belle Ferronière sowie eine Verkündigung) lassen einen großen Ansturm erwarten. Also unbedingt Karten vorher reservieren!

Leonardo, La Belle Ferronière
Mailand, Palazzao Reale
15.04. – 19.07.2015
http://www.expo2015contact.it/fuori-expo-a-palazzo-reale-e-non-solo-la-star-sara-leonardo-da-vinci/

 

Giotto, l’Italia. Da Assisi a Milano
Die zweite große Ausstellung in Mailand 2015 ist Giotto gewidmet, der im Laufe seiner künstlerischen Laufbahn auch hier gearbeitet hat.

Giotto
Mailand, Palazzo Reale
02.09.2015 – 10.01.2016

 

Arts & Foods
Passend zu Expo-Thema.

Triennale
Mailand, Triennale
09.04. – 01.11.2015
http://www.triennale.org/it/mostre/future/3572-arts-a-foods#.VLfLTcnyqKw

 

Tamara de Lempicka
Ein kleiner Skandal begleitet die Ausstellung in Turin, denn der Bischof beschwerte sich über die Nähe der erotischen Bilder der polnischen Künstlerin zum Turiner Grabtuch und wollte die Räumlichkeiten lieber für Pilger nutzen.

Tamara de Lempicka
Turin, Palazzo Chiablese
19.03. – 31.08.2015
http://www.piemonte.beniculturali.it/index.php/it/i-luoghi-della-cultura/residenze-e-castelli/palazzo-chiablese

 

Biennale die Venezia: 56th International Art Exhibition – All the World’s Futures

Venedig Arsenale

Venedig, Giardini, Arsenale und verschiedene Orte in der Stadt
09.05. – 22.11.2015
http://www.labiennale.org/en/art/index.html

 

Il Demone della Modernità. Pittori visionari all’alba del secolo breve. Pittori visionari all’alba del secolo breve
Hört sich recht spannend an und zeigt eine Zusammenstellung internationaler Künstler des Symbolismus. Der Info-Text verspricht „una mostra dalle forti emozioni, che accosta vitalismi sfrenati e ambigui, eterei straniamenti, incubi e sogni“ – also starke Gefühle, Alpträume und Doppeldeutigkeiten.

Franz von Stuck
Rovigo, Palazzo Roverella
14.02. – 14.06.2015
http://demonemodernita.palazzoroverella.com/

 

L‘ arte per l’arte. Il Castello Estense ospita Giovanni Boldini e Filippo De Pisis
Die Innenstadt von Ferarra selbst ist ja ein Museum und im Zentrum steht das Castello der Familie Este. Hier werden Werke der beiden Ferrareser Künstler gezeigt, die eleganten Bilder und Porträts von Boldini und die Straßenszenen, Porträts und Stilleben von De Pisis.

Giovanni Boldini Filippo De Pisis
Ferrara, Castello Estense
ab 31.01.2015, scheinbar das ganze Jahr hindurch
http://www.castelloestense.it/it/il-castello/esposizione-di-giovanni-boldini-e-de-filippo-de-pisis?set_language=it

 

Boldini, lo spettacolo della modernità
Eine weitere Boldini-Ausstellung, wahrscheinlich eher als Ergänzung zu Ferrara zu sehen, wo die Hauptwerke sein werden.

Giovanni Boldini
Forlì, Musei San Domenico
01.02. – 14.06.2015
http://www.cultura.comune.forli.fc.it/servizi/notizie/notizie_fase02.aspx?ID=3233

 

La rosa di fuoco. La Barcellona di Picasso e Gaudí
Und noch einmal Ferrara: Barcelona am Beginn des 20. Jahrhunderts; nicht nur Picasso und Gaudí werden gezeigt, sondern das ganze Spektrum katalanischer Künstler dieser Zeit ist vertreten.

gaudi
Ferrara, Palazzo dei Diamanti
19.04. – 19.07.2015
http://www.palazzodiamanti.it/1404

 

Nell’età delle Avanguardie: l’espressionismo tedesco
Die deutschen Expressionisten zu Gast in Genua.

Ernst-Ludwig Kirchner
Genua, Palazzo Ducale
13.03. – 12.07.2015
http://www.palazzoducale.genova.it/nelleta-delle-avanguardie-lespressionismo-tedesco/

 

Matisse. Arabesque
Mit ca. 100 Leihgaben aus Europa und Amerika wird der Einfluss des Orients in das Werk Henris Matisse dargestellt.

Henri Matisse
Rom, Scuderie del Quirinale
04.03. – 21.06.2015
http://www.scuderiequirinale.it/categorie/mostra-matisse-arabesque

 

Il Principe dei Sogni. Giuseppe negli arazzi medicei di Pontormo e Branzino
Diese Meisterwerke der Renaissance, 20 Wandteppiche, die das Leben Josephs erzählen, wurden von Cosimo I. Medici in Auftrag gegeben und sind nun seit 150 Jahren wieder zusammen zu bewundern. Die Ausstellung wandert durch Italien und ist zunächst Rom, dann in Mailand und schließlich in Florenz zu sehen. Zumindest in Rom ist der Eintritt gratis.

Arazzi Medicei
Rom, Palazzo del Quirinale
16.02. – 12.04.2015
Mailand, Palazzo Reale
28.04. – 06.09.2015
Florenz, Palazzo Vecchio
16.09.2015 – 15.02.2016

Endlich geschafft: Die große Velázquez-Ausstellung im KHM!

Die Ausstellung läuft bereits seit 28. Oktober, jetzt während der Feiertage (und mit hunderten Touristen) habe ich endlich auch eine Besuch geschafft. Es war nicht ganz so schlimm wie die Schlangen vor dem Kunsthistorischen Museum befürchten ließen, in den Räumen hat es sich dann doch recht verteilt.

Diego Velázquez

Sylvia Ferino, die scheidende Direktorin der Gemäldegalerie, hat sich diese Schau als Abschiedsgeschenk gewünscht und ihre internationalen Beziehungen eingesetzt, um die erste umfassende Velázquez-Ausstellung in Wien mit Leihgaben aus der ganzen Welt bestücken zu können.

Diego Velázquez, Infantin Margarita

Diego Velázquez, Infantin Margarita

Der aus Sevilla stammende Maler Diego Velázquez (1599–1660) konnte sich mit seiner Übersiedlung nach Madrid als Hofmaler etablieren. Zu seinen berühmtesten Bildern zählen zweifellos die höfischen Porträts (Philipp IV., die Königinnen und die Infantinnen), doch faszinierender, weil wesentlich moderner in der Darstellung und im Ausdruck, finde ich die Genrebilder und die sog. Historienmalerei. Hier standen einfache Leute und wahrscheinlich Familienmitglieder Modell, ihre Gesichter wirken wie aus dem Leben gegriffen.

Diego Velázquez, Philipp IV.

Diego Velázquez, Philipp IV.

Diego Velázquez, Philipp IV.

Diego Velázquez, Philipp IV.

Ein Werk von Velázquez, das gleich mehrere Rätsel aufgibt, die sicher nie restlos geklärt werden können, hängt als Fotokopie im Hauptraum: „Las Meninas“ („Die Hoffräulein“) kann aufgrund seiner Größe und seines Wertes heute den Prado nicht mehr verlassen. Generationen von Kunsthistorikern haben sich die Köpfe darüber zerbrochen, ob das Bild einen tieferen Sinn hat, der sich nur dem kundigen Betrachter erschloss, ob das Königspaar in einem Spiegel zu sehen ist oder sich nur ein Gemälde spiegelt, wann der Maler das Kreuz als Mitglied eines Ritterordens auf die Brust bekommen hatte und so weiter und so fort. Das Bild wurde vermessen, Achsen eingezeichnet, Modelle gebaut – einige Diskussionen sind im Zuge der Ausstellung in Wien gerade am Laufen.

So spannend die Beschäftigung mit ungeklärten Fragen ist, ich würde dennoch empfehlen, die Gemälde möglichst unvoreingenommen zu betrachten und sich an den Kleidern der Infantinnen, den nie spöttischen Darstellungen der Hofzwerge, den Gesichtern der Heiligen 3 Könige oder dem schönen Rücken der Venus zu erfreuen. Mit seinem leicht-flockigen Pinselstrich gelang es dem Künstler, auch mit weniger Detailverliebtheit als manche Zeitgenossen das Wesentliche zu erfassen und uns damit heute noch in Erstaunen zu versetzen.

Diego Velázquez, Hl. Petrus

Diego Velázquez, Hl. Petrus

Diego Velázquez, Die Anbetung der Könige

Diego Velázquez, Die Anbetung der Könige

Tipps:
• Der Kauf einer Jahreskarte um 34 € zahlt sich aus; sie berechtigt außerdem zum Eintritt in die Neue Burg, in die Schatzkammer, die Wagenburg, ins Schloss Ambras Innsbruck und ins Theatermuseum.
• Jeden Donnerstag ist bis 21.00 Uhr geöffnet und wirklich viel weniger los.

Die Ausstellung ist bis 15.02.2015 geöffnet.

http://www.khm.at/besuchen/ausstellungen/velazquez/

Empfehlung: 4*, denn in dieser Vielfalt wird das Werk von Velázquez so bald nicht mehr zu sehen sein.

Zum Winterbeginn

Schnee ist zwar weit und breit nicht zu sehen, dafür hier eine Zusammenstellung der „19 besten Schneebilder“ (lt. Huffington Post).

http://www.huffingtonpost.com/2014/12/19/snow-in-art_n_6357618.html?utm_hp_ref=arts

 

 

Ein MUSS – die Ausstellung „Josef Hoffmann. Adolf Loos“ im MAK

Zu Jahresende startete die Jubiläumsausstellung zum 150. Geburtstags des Museums für Angewandte Kunst (MAK), das 1863 als „k. k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie“ gegründet wurde.

Seit der Übernahme der Direktion durch Christoph Thun-Hohenstein scheint wieder Ruhe eingekehrt zu sein und das MAK kommt mit seinen Ausstellungen und nicht mit den Eskapaden des Direktors in den Medien vor.

Und mit dieser Ausstellung hat sich das Museum ein besonders schönes Geburtstagsgeschenk gemacht und dabei zwei Wegbereiter der Moderne in den Mittelpunkt gestellt, ohne die ein modernes Wien kaum vorstellbar ist: Josef Hoffmann und Adolf Loos, zwei Architekten und Designer, die unterschiedliche Ansätze hatten – und auch nicht mit gegenseitigen Vorwürfen über die Arbeiten des anderen sparten.

Otto Wagner, Modell des Portals Depeschenbüro "Die Zeit"

Otto Wagner, Modell des Portals Depeschenbüro „Die Zeit“

Josef Hoffmann, Villa Primavesi

Josef Hoffmann, Villa Primavesi

 

Adolf Loos, Villa Rufer

Adolf Loos, Villa Rufer

 

Josef Hoffmann, Boudoir d’une grande vedette (Rekonstruktion)

Josef Hoffmann, Boudoir d’une grande vedette (Rekonstruktion)

Das MAK selbst kann aus der Zeit um 1900 ja aus dem Vollen schöpfen und sowohl zur Vorgeschichte als auch zum Fortwirken der beiden eine Riesenmenge an Objekten bieten. Ergänzt werden die eigenen Bestände durch Architekturmodelle, private Leihgaben und Rekonstruktionen ganzer Räume. Extra aufgelegt wurde zu diesem Anlass auch eine neue Glasserie nach Loos-Entwürfen bei Lobmeyr und ich sah zum ersten Mal das Modell für den Wettbewerb der Kirche am Mexikoplatz – wirklich schade, dass nicht der Loos-Plan genommen wurde und so ein zweiter Großbau in Wien von ihm existiert.

Tipps:
• Ausreichend Zeit für den Besuch nehmen.
• Jeden Dienstag 18:00-22:00 Uhr ist der Eintritt frei.
• Einen Vortrag oder eine Filmvorführung zur Ausstellung besuchen.

Die Ausstellung ist bis 19.04.2015 geöffnet.

http://www.mak.at/jart/prj3/mak/main.jart?content-id=1343388632770&rel=de&article_id=1381315858644&event_id=1381315858673&reserve-mode=active

Empfehlung: 4*

Eine total schräge Zusammenstellung – unbedingt anschauen!

Schwere Entscheidung, aber mein Lieblingsbild ist # 6 – have fun!

Albrecht Dürer, Weinender Cherubin (1521)

Albrecht Dürer, Weinender Cherubin (1521)

Eine Zusammenstellung von häßlichen / skurrilen / komischen Baby-, Engels-, Jesuskind-Bildern aus dem großen Fundus der Kunstgeschichte.

http://www.buzzfeed.com/hannahjewell/renaissance-babies-who-cant-even

 

„Schaulust“. Die erotische Fotografie von Alfons Walde in der Galerie Westlicht

Eine – zumindest für mich – unbekannte Seite des für seine expressiven Landschafts- und Wintersportbilder berühmten Tiroler Malers Alfons Walde zeigt die Galerie Westlicht im 7. Bezirk.

Seine Leidenschaft für die Fotografie und hier vor allem für den weiblichen Akt brachte eine Unzahl an Bildern hervor, oft in malerischer alpiner Winterlandschaft in Szene gesetzt und direkt vergleichbar mit seinen Zeichnungen und Gemälden. Denn für viele Gemälde dienten offenbar Fotografien als Vorlage, wie in der Ausstellung anschaulich dargestellt wird.

Alfons Walde, Weiblicher Akt Alfons Walde, Weiblicher Akt Alfons Walde, Weiblicher Akt mit Schi Alfons Walde, Weiblicher Akt

Als Modelle dienten sowohl Waldes drei Ehefrauen als auch Nachbarinnen und Urlauberinnen, entstanden sind die Fotografien in den 20er-, 30er- und 40er-Jahren. Das weibliche Hinterteil dürfte es ihm dabei besonders angetan haben, denn bei einer Vielzahl der Bilder stellt er sie so in den Mittelpunkt, dass sie als erstes ins Auge springen.

Alfons Walde, Weiblicher Akt Alfons Walde, Weiblicher Akt

Eine Bleistiftzeichnung kann als Schnittpunkt der Motive Schifahrer – Landschaft – Akte gesehen werden, denn erst beim zweiten Hinschauen lösen sich aus der Schneelandschaft die nackten weiblichen Körper, auf die der männliche Wintersportler blickt.

Alfons Walde, Landschaft mit Schifahrer

Dass die Motive teilweise ins Pornographische gehen und auch hier die Fotografien als eine Art Skizze für die Malerei dienten, ist eine ebenfalls neue Erkenntnis nach Besuch der Ausstellung.

Die Preise für die Abzüge (sämtliche Ausstellungsprints stehen in einer Fünferauflage zum Verkauf) finden sich durchaus im überschaubaren Bereich von ca. 500-ca. 950 Euro und wären für so manche Sammlung sicher eine schöne Ergänzung.

Die Ausstellung läuft bis 08.02.2015 (täglich außer Montag).

http://www.westlicht.com

http://www.alfonswalde.com/

Empfehlung: 4*