Fresh look at the old ring – Wagners „Ring des Nibelungen“ neu zusammengestellt

In der nächsten Saison steht im Theater an der Wien eine völlig neue Interpretation von Richard Wagners Vierteiler „Ring des Nibelungen“ auf dem Programm. Aus den vier Teilen wird eine Trilogie, in der, jeweils ausgehend von Siegfrieds Tod, die Geschichte aus Sicht von Hagen, Siegfried und Brünnhilde geschildert wird. An drei aufeinanderfolgenden Abenden – hört sich doch sehr spannend an! Bis 31. Mai gibt es noch 30% Ermäßigung auf die Abos der kommenden Spielzeit.

© Theater an der Wien

„Sein Opus magnum, die Ring-Tetralogie, hat Richard Wagner ganze 26 Jahre seines Lebens beschäftigt, gemartert und enthusiasmiert: Vom ersten Entwurf eines Siegfried-Dramas mit dem Titel Siegfrieds Tod im Revolutionsjahr 1848 bis zur Vollendung der Götterdämmerung-Partitur 1874 verging – wenn auch mit beträchtlichen Unterbrechungen – ein Vierteljahrhundert. Wagner hat seine Nibelungen-Erzählung also kurioserweise vom Ende her begonnen, dem dann immer mehr notwendige Vorgeschichte bis hin zum Rheingold zugewachsten ist. Kein Wunder, dass bei dieser langwierigen, mäandernden Entstehung Sprünge, Brüche und Lücken im komplexen Handlungsgewebe auftauchen, die viel Raum für Interpretation lassen. Der Ring ist Weltendrama, Menschheitsgeschichte und Kapitalismuskritik; er erzählt von Machthunger und Machtmissbrauch, von Geldgier, Zerstörungslust und vom ewigen Kreislauf der Gewalt sowie nicht zuletzt von einer Familientragödie, welche die Geschichte dreier Generationen umspannt.

Die Ring-Trilogie, die eigens für das Theater an der Wien entwickelt wurde, geht der Frage nach, wie Handeln und Schuld der Großvätergeneration, sprich Wotan und Alberich, das Leben der folgenden Generationen – auf politischer wie privater Ebene – bestimmt; wie die Jüngeren den Folgen dieser Taten nicht entkommen, auch wenn sie sich verzweifelt dagegen stemmen und aufbegehren; wie sie sich umso mehr verstricken, je mehr sie kämpfen. Deshalb wagt diese Ring-Version etwas völlig Neues: Um die Geschichte des Rings aus der Perspektive der Jüngeren zu erzählen, so dass Hagen, Siegfried und Brünnhilde ins Zentrum rücken, wurden einige Szenen gestrichen und andere Teile des Rings neu zusammengesetzt. Jeder Abend beginnt – wie ursprünglich bei Wagner selbst – mit der finalen Katastrophe, dem Mord an Siegfried, um anschließend in die Erinnerungen der verschiedenen Figuren einzutauchen.“ (Text Theater an der Wien)

https://www.theater-wien.at/de/programm/production/765/Hagen

https://www.theater-wien.at/de/programm/production/766/Siegfried

https://www.theater-wien.at/de/programm/production/767/Bruennhilde

Ein Gedanke zu “Fresh look at the old ring – Wagners „Ring des Nibelungen“ neu zusammengestellt

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